Zettel am Kühlschrank oder App? Wochenplan, Rezepte und Einkaufsliste
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Die Frage "Was koche ich diese Woche?" ist in den meisten Familien längst beantwortet, bevor die Woche anfängt. Der Plan hängt an der Kühlschranktür, steht auf einer Kreidetafel oder in einer Notiz im Handy. Geplant wird also. Interessant wird es erst bei dem, was zwischen Plan und Einkaufswagen passiert.
Warum der Zettel am Kühlschrank so gut funktioniert
Bevor es um Apps geht, sollte klar sein, warum Papier sich hält. Die Tafel an der Küchenwand hat Eigenschaften, gegen die Software erstmal anstinken muss.
Sie ist immer sichtbar, ohne dass jemand ein Gerät entsperrt. Jeder in der Familie sieht im Vorbeigehen, was es heute gibt, auch die Kinder und auch Besuch. Es gibt kein Login, keine Ladezeit und keinen leeren Akku. Und weil Schreiben Platz kostet, zwingt der Zettel zu einer Entscheidung statt zu einer Sammlung von Möglichkeiten.
Deswegen schlafen digitale Versuche oft nach zwei Wochen wieder ein. Nicht weil die App schlecht war, sondern weil sie ein Problem gelöst hat, das gar keins war. Die Tafel war nie das Problem.
Das Problem sitzt zwischen Plan und Einkaufswagen
Der Plan steht also. Und jetzt beginnt der Teil, über den selten jemand redet, weil er so selbstverständlich wirkt: Du suchst zu jedem Gericht das Rezept zusammen. Eins im Kochbuch, eins als Screenshot im Handy, eins auf einem ausgedruckten Zettel, eins hast du im Kopf. Dann schreibst du die Zutaten ab.
Dieser Übertrag ist jede Woche dieselbe Arbeit, und er hat drei typische Stolperstellen.
Die Mengen stimmen nie. Das Rezept ist für vier Portionen, ihr seid zu fünft, am Sonntag kommen die Großeltern dazu. Also rechnest du an der Kühlschranktür im Kopf hoch, bei jeder Zutat einzeln.
Zutaten kommen doppelt vor. Drei Gerichte der Woche brauchen Zwiebeln. Entweder steht Zwiebel jetzt dreimal auf dem Zettel, oder du addierst im Kopf und hoffst, dass du dich nicht vertan hast.
Der Zettel ist nur an einem Ort. Er hängt zuhause, während du im Laden stehst. Oder er steckt in einer Jackentasche, und wer noch etwas braucht, muss anrufen. Das Foto vom Zettel kurz vor dem Losfahren kennt vermutlich jeder.
Eine Einkaufslisten-App löst nur das letzte Drittel
Viele Familien haben genau deswegen eine App für die Einkaufsliste, und das ist auch ein echter Fortschritt. Die Liste liegt bei allen gleichzeitig, jeder kann etwas dazuschreiben, niemand muss mehr anrufen.
Nur ändert das nichts am Übertrag. Die Zutaten tippst du weiterhin selbst ein, Zeile für Zeile, mit denselben Kopfrechnungen wie vorher. Die Handarbeit ist nicht weniger geworden, sie ist nur vom Papier ins Handy gewandert. Und Plan und Rezepte liegen weiterhin woanders, also bleiben es drei getrennte Orte statt einem.
Was zusammengehört, sollte auch zusammenliegen
Der Unterschied entsteht erst, wenn Rezept, Plan und Liste nicht drei Zettel sind, sondern dieselben Daten. Dann ist der Übertrag keine Aufgabe mehr, sondern ein Knopf.
In Familea liegen die Rezepte deswegen erstmal an einem Ort. Auch die, die du sonst als Screenshot sammelst: Du kannst ein Rezept über einen Link importieren oder einen kopierten Rezepttext einfügen, statt alles abzutippen.
Beim Durchsehen tippst du auf das Kalendersymbol, im Rezept selbst heißt der Knopf "Vormerken". Damit sammelst du erstmal nur, ohne dich auf einen Tag festzulegen. Das ist derselbe Zweischritt wie bei der Tafel, wo du auch erst überlegst und dann einträgst.
Der Plan bleibt ein Raster, nur ein rechnendes
Im Wochenplan siehst du die Woche wie auf der Tafel: pro Tag ein Feld für Frühstück, Mittag und Abend. Plant ihr nur das Abendessen, blendest du die anderen beiden aus, dann steht da genau so viel wie auf eurem Zettel auch.
Zwei Dinge kann das Raster, die die Tafel nicht kann. Jeder Eintrag hat seine eigene Portionenzahl, für den Sonntag mit Besuch stellst du sie einfach höher. Und du kannst ein Gericht als gekocht markieren. Nach ein paar Wochen siehst du dadurch nicht nur, was ihr geplant hattet, sondern was wirklich auf dem Tisch stand.
Der eigentliche Punkt ist dann der Knopf "zur Einkaufsliste". Du markierst die Gerichte, für die du einkaufen willst, und bekommst die fertige Zutatenliste. Die Mengen sind auf deine Portionenzahl hochgerechnet. Zutaten, die in mehreren Gerichten vorkommen, stehen einmal da mit der Summe, und dabei steht, aus welchen Rezepten sie stammen. Was du sowieso im Haus hast, hakst du vorher ab.
Das sind genau die drei Stolperstellen von oben. Nicht wegdiskutiert, sondern nicht mehr deine Aufgabe.
Im Laden merkst du den Unterschied am deutlichsten
Eine abgeschriebene Liste steht in Rezeptreihenfolge. Damit läufst du dreimal quer durch den Laden.
Bei uns gruppiert sich die Liste nach Kategorien, also Obst und Gemüse zusammen, Milchprodukte zusammen. Und die Reihenfolge dieser Kategorien bestimmst du selbst: In den Einstellungen ziehst du sie einmal so zurecht, wie du durch deinen Laden läufst.
Das Praktische daran ist, dass diese Reihenfolge pro Laden gespeichert wird. Beim Discounter kommt zuerst Obst und Gemüse, im Supermarkt um die Ecke steht die Backwarentheke gleich am Eingang, und der Drogeriemarkt hat sowieso eine eigene Logik. Für jeden Laden, den ihr angelegt habt, merkt sich Familea eine eigene Sortierung. Schaltest du in der Liste auf einen anderen Laden um, ordnen sich die Kategorien entsprechend neu.
Innerhalb einer Kategorie richtet sich die Reihenfolge dann nach euren bisherigen Einkäufen: Was ihr sonst zuerst einpackt, steht oben. Damit wird die Liste über die Zeit zu einem Abbild eures Wegs durch den Laden statt einer Aufzählung in Rezeptreihenfolge.
Und weil die Liste bei allen im Haushalt gleichzeitig liegt und sich von selbst aktualisiert, siehst du im Laden auch, was jemand anders gerade noch dazugeschrieben hat. Ihr könnt sogar eine einzelne Liste mit jemandem außerhalb des Haushalts teilen, etwa mit der Nachbarin oder der Oma, für die ihr mit einkauft.
Und wenn eine Woche dafür keine Luft lässt
Manchmal kommst du zum Planen gar nicht. Für die Wochen gibt es "Was kochen wir?", einen Vorschlag in drei Schritten.
Du sagst, welche Tage und Mahlzeiten du planen willst und für wie viele Personen. Danach gibst du die Richtung vor: eher Favoriten, eher Gerichte, die lange nicht dran waren, oder bewusst Abwechslung. Du kannst außerdem festlegen, wie viele Kinder-Lieblinge, schnelle oder vegetarische Gerichte dabei sein sollen.
Falls der Vorschlag mal nicht komplett passt, pinnst du einzelne Gerichte fest und lässt den Rest neu vorschlagen, oder du lässt dir für ein einzelnes Feld Alternativen zeigen. Passt es, übernimmst du den Plan, und dann geht es weiter wie oben.
Das Ritual bleibt, nur das Abschreiben fällt weg
Der wichtigste Punkt zum Schluss: Beim Umstieg verlierst du nichts von dem, was an eurem bisherigen Vorgehen gut war.
Ihr entscheidet weiterhin gemeinsam, was diese Woche auf den Tisch kommt. Und ihr seht den Plan weiterhin im Vorbeigehen: Auf dem Dashboard gibt es das Widget "Heute im Wochenplan", das ohne Umweg zeigt, was heute ansteht.
Am nächsten kommt dem Zettel an der Kühlschranktür das Familientablet: Familea dauerhaft sichtbar – ohne Login als Person.
Probier es mit einer einzigen Woche: Trag die Gerichte ein, die sowieso auf eurem Zettel stehen, und lass die Einkaufsliste einmal daraus erzeugen. Zehn Minuten, und der Einkauf für die Woche steht.
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